Fronleichnam

Fronleichnam

Als Fronleichnamsfest, kurz: Fronleichnam (von althochdeutsch fron Herr, liknam Leib; kirchenlat: corpus christi) bezeichnet das Fest im katholischen Festjahr, das am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest gefeiert wird (im Juni, der 2. Donnerstag nach Pfingsten). Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den Gründonnerstag an, der wegen des stillen Charakters der Karwoche keine größere Festlichkeit erlaubt.
Das Fest wurde erstmals 1246 in Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. als allgemeines Kirchenfest zur Verehrung der Eucharistie eingeführt.
Fronleichnam erhält durch die Prozession, bei der die Gläubigen hinter der Monstranz mit der Hostie herschreiten, ein besonderes Gepräge. In dieser Art wurde das Fest erstmals 1279 in Köln begangen.
Martin Luther war ein ausdrücklicher Gegner des Fronleichnamsfestes und bezeichnete es 1527 als das "schädlichste aller Feste". Er betrachtete die Prozessionen als unbiblisch und als Gotteslästerung.
Das Konzil von Trient (1545 - 1563) bestätigte das Fronleichnamsfest und wertete es gleichsam zu einer gegenreformatorischen Machtdemonstration auf.
Die heutige Sinngebung der Prozession geht in der Regel vom Bild des "wandernden Gottesvolks" aus, dessen Mitte Christus, das "Brot des Lebens", ist.

Auch die Wildungsmaurer feiern diesen kirchlichen Festtag und tragen bei der Fonleichnamsprozession die Monstranz durch den Ort. Es werden jedes Jahr 4 Altare aufgebaut und schön geschmückt. Begleitet von der FF-Wildungsmauer und der Höfleiner Blaskapelle und angeführt von Kindern aus dem Ort schreitet der Zug von Altar zu Altar. Die erste Station ist beim Haus Gesperger. Dann wird durch den Ort bis zum Kriegerdenkmal marschiert. Der dritte Altar befindet sich beim Haus Herl. Am Rückweg wird bei der Kapelle beim Kaufhaus Lindner Halt gemacht. Anschließend beten die Wildungsmaurer den Schlusssegen in der Kirche.

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